Sancti Spiritus 17 Jahre, 1999/2016, Cadenhead's, 62.2%
Komplett andere Nase als der Havana Club. Erinnert an Hampden mit vergorenen Früchten. Vorallem Ananas. Daneben Zitrus und eine leichte Kräuternote. Im Mund etwas dünn, und "hell". Das Aromenspektrum ist das gleiche wie in der Nase. Etwas Süße kommt dazu. Der Alkohol ist leicht spürbar, was, so vermute ich, daran liegt, dass die Aromenfülle nicht gegeben ist. Der Abgang ist leicht ölig, süß. Die Fruchtigkeit wird wieder etwas stärker. Nach dem eher kurzen Abgang bleibt eine leichte Bitterkeit im Mund.
★★★★★★★★★★ 6/10 |
Samstag, 16. März 2019
Kubanisches Duo
2x Whisky von Blair Athol
Von der Destillerie "Blair Athol" in den Highlands kenne ich bis noch nichts. Ich bin gespannt...
Blair Athol 20 Jahre, 1997/2018, refill american Hogshead, Gordon & MacPhail, 54.5%In der Nase saftige Birnen mit süßem (Honig-) Kuchen, Cornflakes. Dazu leichte florale Noten und etwas Zitrus. Im Mund werden (mir) die Zitrusnoten etwas zu stark, ansonsten spiegelt sich hier die Nase wieder. Im Abgang merkt man den Alkohol leicht. Dazu etwas Eichenwürze und Zitrus. Nicht sonderlich spektakulär insgesamt und durch die recht dominante Zitrusnote nicht so mein Fall.★★★★★★★★★★ 5/10 |
Freitag, 15. März 2019
Etwas Whisky von Clynelish
Es geht zur Destillerie Clynelish in den Highlands, die für ihre Wachs-Note berühmt ist.
Bisher kenne ich nur den standard 14-jährigen mit 46%, der mir sehr gut gefiel. Habe jetzt leider kein Sample zur Hand, aber ich weiss noch, dass die (leicht „dreckig“, ölige) Wachs-Note sehr gut zu erkennen war. Aus der Erinnerung würde ich dem 14er ca 85-87 Punkte geben.
Heute gibt es aber 3 unabhängige Abfüllungen...
Bisher kenne ich nur den standard 14-jährigen mit 46%, der mir sehr gut gefiel. Habe jetzt leider kein Sample zur Hand, aber ich weiss noch, dass die (leicht „dreckig“, ölige) Wachs-Note sehr gut zu erkennen war. Aus der Erinnerung würde ich dem 14er ca 85-87 Punkte geben.
Heute gibt es aber 3 unabhängige Abfüllungen...
Clynelish 12 Jahre, 2005/2018 refill Sherry Butt, Gordon & MacPhail, 55.1%
Die Nase ist sehr ölig mit Haselnüssen, Walnüssen und matschigen Birnen. Etwas Trockenfrüchte, sowie eine sehr leichte Wachsigkeit im Hintergrund. Man merkt, dass es sich hier um ein (refill) Sherry Butt handelt und nicht, wie beim Vorgänger, um ein ex-Bourbon barrel. Nach etwas riechen bekomme ich so etwas wie Pastinake oder Sellerie noch dazu. Im Mund weiter ölig, süß, intensiv mit Nüssen und Trockenfrüchten. Der Abgang ist anfangs süß, ölig und schön wärmend. Dann zunehmend trockener werdend. Die Wachsnote kommt wieder etwas stärker raus. 86 Punkte
|
Clynelish 22 Jahre, 1995/2018, refill Sherry Butt, Signatory Vintage, 55.4%Die 10 Jahre länger im gleichen Fasstyp merkt man ihm sofort an in der Nase. Trockenfrüchte und Walnüsse satt. Dazu eine deutliche Wachsnote, die etwas rauchiges hat. Etwas Möbelpolitur. Leicht säuerlicher Charakter. Im Mund dann ölig, süß, wachsig. Dazu viel Trockenfrüchte und Nüsse. Wieder etwas Möbelpolitur. Deutlich dunkler und wuchtiger als sein 10 Jahre jüngerer Bruder. Der Abgang ist leicht brennend, wärmend, intensiv. Mittel-lang bis lang. Trocken, Leder/Tabak, das Wachs belegt den ganzen Mundraum am Ende.Tendenziell mir etwas zu wuchtig und trocken bzw. belegend teilweise. Deshalb „nur“... 88 Punkte |
Montag, 11. März 2019
3 Whiskies von Mortlach
Ich muss gestehen, dass ich bis jetzt noch nichts von Mortlach getrunken habe. Zumindest keinen Single Malt. Diese Destillerie produziert eher größtenteils oder gar hauptsächlich für die Blend-Industrie. Seit kurzem gibt es aber 3 neue Single Malts als Original-Abfüllung. Den 12er, 16er und 20er. Den 20er habe ich heute leider nicht. Dafür aber eine fast schon "legendäre" Abfüllung von Gordon & MacPhail, den 15er aus der "Distillery Labels"-Serie.
Mortlach 16 Jahre (2018), Original-Abfüllung, 43,4%
Vollreifung in Ex-Sherry-Fässern. Die Nase ist deutlich öliger, wuchtiger und tiefer als die vom 12er, ansonsten für mich aber das gleiche Grundspektrum an Aromen. Im Mund ölig/cremig mit Marzipan, Orangenschalen, Schokolade und Tabak. Im Abgang ist jetzt mehr Tabak/Kaffee und Eichenwürze als beim 12er.
★★★★★★★★★★ 7/10 |
Mortlach 15 Jahre "Distillery Label", Gordon & MacPhail, 43%Schon verrückt, dass ein unabhängiger Abfüller kein "einfaches" Single-Cask abfüllt, sondern eine "richtige" Standard-Abfüllung erschafft. Die Nase hat eher was von Glendronach: Liebstöckel, süß-säuerliche Trockenfrüchte. Die Orangenschale ist aber wieder mit dabei. Dazu matschige Birnen und einen Hauch Schokolade. Insgesamt aber weniger cremig als die beiden anderen. Im Mund wird es dann öliger und süß mit Schokolade, Nüssen, Trockenfrüchten, Orangenschale und Eichenwürze. Diese wird dann im Abgang stärker. Dazu Kaffe/Kakao. Diese Abfüllung fand ich von den Dreien am spannendsten.★★★★★★★★★★ 8/10 |
Freitag, 8. März 2019
Einige Blended-Whiskies
Die letzten Tage habe ich mich näher mit Blends auseinandergesetzt. Darunter waren „Blended Malts“, die nur aus Malt-Whiskies geblendet wurden und „normale“ Blended Whiskies, die auch Grain-Whiskies enthalten. Besonders hervorzuheben ist ein Johnnie Walker Black Label aus den 1950er Jahren. Dem habe ich eine aktuelle Version aus 2019 gegenübergestellt. Ebenso hatte ich einen Vergleich zwischen der aktuellen Version des Johnnie Walker Blue Labels mit 40% und einer 43%igen Version, die es noch vor ein paar Jahren gab bzw. die es als Duty-Free-Version an Flughäfen gab.
Für das Label-Foto vom JW Double Black bedanke ich mich bei Peter vom sehr sympathischen YouTube-Channel "Whisky Turntable"!
Für das Label-Foto vom JW Double Black bedanke ich mich bei Peter vom sehr sympathischen YouTube-Channel "Whisky Turntable"!
Compass Box King George Street, 43%Die Nase ist eher zart und leicht mit sahniger Vanille und hellen Früchten wie Apfel und Birne. Im Hintergrund sind etwas Sherry und florale Noten zu spüren. Im Mund noch etwas Würze dazu. Trotzdem sehr seidig. Vanille und Karamell werden dann im mittel-langen, überraschend kräftigen, Abgang sehr deutlich. Keine Bitterkeit zu spüren, trotz der ca. 40% Grainanteil. Insgesamt ein recht einfacher (guter) Whisky, an dem ich jetzt aber nicht ewig sitzen möchte.★★★★★★★★★★ 5/10 |
Nikka from the Barrel (Japan), 51%In der Nase volle Ladung geröstete Nüsse. Dazu Karamell, Pflaumen, Kirsche und etwas Schokolade. Eher dunkel und wuchtig. Gefällt mir bis jetzt richtig gut! Im Mund sehr voll. Vanille, Karamell, Kirsche (geht in die Bourbon-Richtung). Der Abgang ist wärmend, süßlich mit Karamell und Nüssen. Am Ende etwas Bitterkeit. Das ist ein kleines Kraftpaket mit tollem PLV!★★★★★★★★★★ 7/10 |
Abonnieren
Posts (Atom)



















